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Windenergie in der Krise

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Deutschland könnte inzwischen schon auf dem bis 2030 zu erreichenden Ziel von 65 Prozent Versorgung mit erneuerbaren Energien angekommen sein, wenn nicht Lobby und Altverträge mit Kohle- und Atomstromanlagenbetreibern die Entwicklung stark ausgebremst hätten. Dazu passt auch, dass der Energieverband BDEW von einer „dramatischen Situation“ spricht, was die Ausbausituation der Windenergie an Land betrifft. Die Fachagentur Windenergie an Land berichtet, dass in den ersten drei Quartalen 2019 nur 148 Windräder in Betrieb gingen, die zusammen 507 Megawatt ins Netz einspeisen. Das entspricht einem Rückgang an neuen Windkraftanlagen von 82 Prozent unter dem Durchschnitt in den gleichen Quartalen der letzten fünf Jahre.
„Leider hat die Bundesregierung eine regelrechte Windausbau-Bremse in ihr Klimapaket eingebaut: Die pauschale Abstandsregelung von 1000 Metern ist völlig kontraproduktiv: Folge wäre eine drastische Einschränkung der Flächen, die den Energie- und klimapolitischen Zielen diametral entgegensteht“, gibt BDEW-Hauptgeschäftsführer Stefan Kapferer zu bedenken.

Bildquelle: Depositphotos.com/majaFOTO

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