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USA bereitet Strafzölle auf EU-Importe im Wert von 3,5 Milliarden vor

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Im Globalen Handel wird mit harten Bandagen gekämpft. Seit fünfzehn Jahren werfen sich die USA und Europa jeweils illegale Subventionierungen der miteinander im Wettstreit befindlichen Flugzeugbauer Airbus und Boeing vor. Auch die WTO (Welthandelsorganisation) sah Regelverstöße – sowohl auf europäischer, als auch auf amerikanischer Seite. Ein WTO-Berufungsgremium hatte erst im März befunden, dass Boeing weiter staatliche Subventionen genoss, obwohl dies durch ein früheres Urteil als unrechtmäßig erklärt worden war. Daraufhin bekam die EU die Möglichkeit, ihrerseits Vergeltungsmaßnahmen anzusetzen.

Vor diesem Hintergrund will nun die US-Regierung unter Donald Trump auf eine vorläufige Liste an europäischen Produkten Sonderzölle im Gesamtumfang von etwa 3,5 Milliarden Euro erheben. Am 5. August soll es in Washington dazu eine öffentliche Anhörung geben, ließ das Büro des US-Handelsbeauftragten, Robert Lighthizer, verlauten. Unter anderem sind Lebensmittel wie  typisch regionale italienische und holländische Käsesorten, Whisky von den britischen Inseln und dazu Nudeln und Oliven aus Südeuropa betroffen. Damit ergänzen sie nur eine schon bestehende 21 Milliarden schwere Strafzollliste auf EU-Produkte. Die Europäer haben im Gegenzug eine Liste an möglichen US-Produkten veröffentlicht, wie Wein, Ketchup, Spielekonsolen und Reisekoffer, auf die Sonderzölle erhoben werden könnten, sollten die USA ihre Zölle tatsächlich umsetzen.

Bild: depositphotos.com/carlosphotos

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