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Proteste gegen die EZB: Massive Ausschreitungen in Frankfurt

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In Frankfurt gingen am Mittwochmorgen viele Anhänger der Blockupy-Bewegung auf die Straße, um gegen die Krisenpolitik der Europäischen Zentralbank zu demonstrieren. Dabei kam es zu starken, zum Teil gewalttätigen Ausschreitungen. Protestanhänger bewarfen Polizisten mit Steinen und steckten Polizeiwagen, Autoreifen und Mülltonnen in Brand. Die Demonstranten blockierten zudem einen wichtigen Verkehrsknotenpunkt im Osten der Stadt, in der Nähe des EZB-Gebäudes.

Auch vor Angriffen auf die Polizisten machten die Demonstranten keinen Halt. Dabei wurde mindestens ein Beamter verletzt. Die Polizei habe die Lage nun aber im Griff, wie sie mitteilte. Sie setzte unter anderem Wasserwerfer gegen die Protestanhänger ein.

Am späten Vormittag wird der Neubau der EZB eröffnet. Es werden mindestens 10.000 Demonstranten aus ganz Deutschland und dem Ausland erwartet. Die Blockupy-Bewegung, die sich kritisch gegen Kapitalismus und Banken wendet, hatte bereits im Vorhinein angekündigt, die Eröffnungsfeier zu blockieren. Aus diesem Grund sicherte die Bundespolizei das Gelände rund um das neue EZB-Gebäude weiträumig ab. Bis zu 9.000 Polizisten kommen zum Einsatz sowie zahlreiche Wasserwerfer.

Trotz der Ausschreitungen wird die Eröffnung des neues Hauptsitzes der EZB im kleinen Rahmen mit rund 20 Gästen gefeiert. Neben Mario Draghi, dem EZB-Chef, werden der hessische Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir und der Frankfurter Oberbürgermeister Peter Feldmann erwartet. Der neue Hauptsitz der EZB ist ein gigantischer Glasturm, der 1,3 Milliarden Euro gekostet hat und Ende vergangenen Jahres nach fünfjähriger Bauzeit fertiggestellt wurde.

Bild: Lupo / pixelio.de

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