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Übernahme: Financial Times wird japanisch 

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Die renommierte Wirtschaftszeitung Financial Times ist verkauft: Die asiatische Mediengruppe Nikkei konnte sich in einem Bieterkampf gegen den Springer Verlag durchsetzen und erhielt mit 1,2 Milliarden Euro den Zuschlag vom Eigentümer Pearson.
Nikkei ist Herausgeber der gleichnamigen Zeitung in Japan und nach eigenen Angaben die größte unabhängige Mediengruppe Asiens. Eine Zustimmung mehrerer Aufsichtsbehörden für das Geschäft steht allerdings noch aus. Ende des Jahres soll der Deal dann erfolgen.
Die Auflage der Financial Times lag in Großbritannien bis vor fünf Jahren bei 66.000 gedruckten Zeitungen. Die gedruckten Exemplare gingen die letzten Jahre stark zurück, derzeit gehen nur noch 36.000 Zeitungen in den Druck. Bei den Digitalabos hingegen, wuchs die Zahl auf  mehr als 500.000 Leser
Der Umsatz der “FT” betrug im vergangenen Jahr 334 Millionen Pfund. Eine deutsche Ausgabe des Finanzblattes, vom Gruner + Jahr Verlag publiziert, wurde 2012 eingestellt. Das Wirtschaftsmagazin “Economist” gehört ebenfalls zu einer 50-prozentigen Beteiligung der Financial Times-Gruppe. Dieses Wirtschaftsblatt gehöre jedoch nicht zum verkauften Paket, so Pearson. Das britische Unternehmen verdient heute überwiegend mit Bildungsangeboten sein Geld.
Das Unternehmen Pearson sei fast 60 Jahre stolzer Besitzer der “FT” gewesen. Schnelles Wachstum des mobilen Internets und sozialer Netzwerke sei Grund für einen Wendepunkt in der Medienbranche. Es sei das Beste für die Financial Times in diesen Zeiten, Teil eines globalen Medienkonzerns zu sein, sagte Pearson-Chef John Fallon.
Bild: Financial Times, flickr

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