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Drogenkrieg fordert so viele Mordopfer wie nie zuvor

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Trauriger Rekord: In Mexiko sind in den ersten drei Monaten dieses Jahres so viele Menschen wie nie zuvor ermordet worden. Etwa 8500 Menschen wurden vorsätzlich getötet. Das berichtet das Onlineportal n-tv.de, das sich auf Angaben von Behörden beruft. Von Anfang Januar bis Ende März dieses Jahres wurden 9,6 Prozent mehr Menschen ermordet als im Vorjahreszeitraum. Im Jahr 2018 waren 33.500 Menschen betroffen – ein Höchstwert seit der ersten statistischen Erfassung im Jahr 1997.

Der mexikanische Präsident Andrés Manuel López Obrador behauptet dagegen, die Zahl der Morde sei seit dem Beginn seiner Amtszeit im Dezember nicht gestiegen. Nach Angaben von n-tv.de wurden in der vergangenen Woche 36 Massengräber gefunden, in denen Körperteile von bis zu 200 Mordopfern gelegen hätten.

In Mexiko führen rivalisierende Banden seit Jahren einen Drogenkrieg. Die Regierung setzt seit 2006 das Militär gegen die großen Drogenkartelle ein. Seitdem kamen etwa 250.000 Menschen gewaltsam ums Leben, 40.000 sind verschwunden. López Obrador sprach sich gegen den Militäreinsatz aus und wollte ihn stoppen. Doch getan hat er das noch nicht.

 

Bildquelle: imago images/Xinhua

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