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Deutsches Anleger Fernsehen meldet Insolvenz an

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Der 2006 gegründete TV-Sender Deutsches Anleger Fernsehen (DAF) musste Insolvenz anmelden, wird den Betrieb aber weiter im Internet fortsetzen. Der Kulmbacher Spartensender, der jahrelang mit N24 kooperierte, präsentiert aktuelle Finanztipps aus aller Welt. Grund für die Schieflage im Unternehmen sind Einbrüche bei Werbeeinnahmen. „Unsere TV-Werbeumsätze sind aufgrund des schwierigen Umfeldes unter den Erwartungen geblieben“, sagt DAF-Vorstandsvorsitzender Dr. Conrad Heberling. Zudem spürte der Sender die zunehmend stärker werdende Regulierung bei den vor allem aus der Finanzindustrie stammenden Kunden. „Zahlreiche Anbieter aus der Finanzbranche verzichteten aufgrund immer strengerer Auflagen gänzlich auf Werbung“, so Heberling weiter. Auch die Aufhebung des Mindestkurses zwischen dem Euro und dem Schweizer Franken hat die Situation erschwert, weil diese mehreren Kunden einen finanziellen Engpass bescherte. Zwar stiegen Reichweite und Zuschauerzahlen des Senders, der Einnahmeausfall konnte jedoch nicht kompensiert werden.

Auf einer Betriebsversammlung informierte man die Mitarbeiter heute über die Insolvenz des Unternehmens. Nun soll das Deutsche Anleger Fernsehen umstrukturiert werden. Neben eigenproduzierten Börsensendungen, die online abrufbar sind, wird DAF zudem als Fernsehproduktionsfirma agieren. Wie viele der 39 Mitarbeiter weiterhin für das Unternehmen tätig sein werden, ist noch nicht sicher. Es sollen möglichst viele erhalten bleiben, wie es von dem Spartensender heißt.

Quelle: Quadriga Communication GmbH/DAF

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