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Chinesen mit schlechtem Sozialverhalten dürfen nicht reisen

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Wegen negativer Einträge im Sozialkreditsystem: In 23 Millionen Fällen haben Bürger aus China keine Reisetickets erhalten. 17,5 Millionen Mal durften sie im vergangenen Jahr kein Flugticket kaufen, 5,5 Millionen Mal kein Zugticket. Darüber berichtet die Online-Ausgabe des amerikanischen Wirtschaftsmagazins Fortune, die sich auf Informationen der Nachrichtenagentur Associated Press beruft, der ein Bericht des chinesischen National Public Credit Information Centers vorliegen soll.

In Chinas Sozialkreditsystem bekommen Menschen Minuspunkte, wenn sie gegen Gesetze verstoßen. Das führte dazu, dass weitere 290.000 Chinesen von einer hochbezahlten Tätigkeit als Manager ausgeschlossen wurden. Und 128 Menschen konnten nicht verreisen, weil sie keine Steuern gezahlt hatten.

USA und Verbündete kritisieren Sozialkreditsystem

Nach Angaben von fortune.com testet China das soziale Kreditsystem seit 2014. Die Regierung reduziert die Sozialpunkte auch, wenn Menschen Bußgelder zu spät zahlen und illegale Werbung betreiben. Ihr Ziel: Es soll effektiver gearbeitet werden können und unangemessenes Verhalten verringert werden. Die USA und ihre Verbündeten sehen das Kreditsystem kritisch, weil Menschenrechte verletzt werden und die Regierung zu viel Macht bekommt.

Wer keine Geldstrafen zahlt, kann seine Sozialkreditwerte nicht verbessern. Mit dem System wird manchen Menschen auch der Zugang zu Bildung verwehrt. China-Experten gehen davon, dass es nicht nur beim Test des Sozialkreditsystems bleibt, sondern es dauerhaft eingeführt wird.

Bildquelle: alexeynovikov/depositphotos.com

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