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E-Mobility auf dem Vormarsch?

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Das Thema E-Mobility ist in aller Munde. Das liegt vor allem daran, dass die Bundesregierung schnellst möglichst die Vorgaben der Energiewende umsetzen will. Bis zum Jahr 2050 soll Deutschland seine Energie hauptsächlich aus regenerativen Quellen beziehen, fossile Brennstoffe sind nicht länger erwünscht. Ein weiteres Ziel ist die Verringerung des Energieverbrauchs durch eine effiziente und sparsame Nutzung von vorhandenen Ressourcen. Für die Autoindustrie bedeuten die Ziele der Energiewende ein Umdenken. Die großen Autohersteller wie etwa Daimler, VW oder BMW, aber auch alle anderen Automobilunternehmen sind gezwungen, sich verstärkt dem Thema zu widmen.

 

Ein Skandal jagt den nächsten

Ob der Abgasskandal oder Dieselgate: Bisher prägten Skandale rund um manipulierte Motoren und Abgaswerte das Bild der Autoindustrie. Von Sachen Umweltschutz und Nachhaltigkeit fehlte bislang jede Spur. Dabei sind bei fast jedem großen Autohersteller Softwaremanipulationen festgestellt worden, zuletzt bei Audi und erneut bei VW. Neben den Diskussionen um die Kostenübernahme der Nachrüstung der geschädigten Autokäufer, steht für die Automobilbauer gleichzeitig das Vorantreiben der Entwicklungen auf dem Programm, um dauerhaft mit den eigenen Produkten bestehen zu können.

 

Es gibt noch weitere Schwierigkeiten

Damit die Energiewende langfristig realisiert werden kann, muss die Infrastruktur für Elektroautos stimmen. Die geringe Verfügbarkeit von Ladestationen und die geringe Reichweite bremst bisher die Entwicklung. Von Seiten der Energieunternehmen wird reichlich in die Ladeinfrastruktur investiert. In Deutschland gibt es zurzeit etwa 25.000 Ladestationen. Doch damit E-Mobilität dauerhaft und nachhaltig funktionieren kann, sind nachhaltige Fahrzeuge und ein gutes Netzwerk an Stationen zum Aufladen nur zwei Aspekte eines funktionierenden Konzepts. Mindestens genauso wichtig ist das Umdenken bei den Fahrern.

 

Tanken wie bisher? Das war einmal

Das Fahren und Warten eines Elektromobils erfordert das Mitdenken des Fahrers. Anders als bisher ist es nicht mehr möglich, einmal kurz zur Tankstelle zu fahren und den Wagen aufzutanken und innerhalb weniger Minuten die Fahrt fortzusetzen. Als Halter eines E-Autos muss man langfristig planen. Schließlich dauert der Ladevorgang von einer bis zu dreizehn Stunden – je nachdem, wo der Wagen aufgeladen wird und um was für ein Fahrzeugmodell es sich handelt.

Bild 1: ©istock.com/yocamon
Bild 2: ©istock.com/kaptnali

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