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Wie „Game of Thrones“ die kroatische Wirtschaft ankurbelt

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Lange müssen die Fans von Game of Thrones auf die nächste Staffel warten. Erst 2019 planen die Macher und Autoren die Ausstrahlung des Serienfinales, dem bereits jetzt Millionen von Anhängern entgegenfiebern. Das erste Mal erschien die Fantasy-Serie 2011 auf den Mattscheiben der US-amerikanischen Haushalte und hat seitdem eine beeindruckende Erfolgsgeschichte hingelegt. Steigende Zuschauerzahlen gehören seit Beginn der Serie ebenso dazu wie ein stetiger Andrang auf die originalen Drehorte. Von dieser Entwicklung profitieren nicht nur die Macher und Verantwortlichen beim Drehen, sondern auch alle anderen, die mit der Serie in Verbindung stehen.

 

Drehorte weltweit

Auf der einen Seite werden viele Szenen, in denen die Fantasy-Elemente besonders große Bedeutung haben, vor dem sogenannten Bluescreen gedreht. Hierbei stehen die Schauspieler vor einer blauen Leinwand, welche dazu genutzt wird, virtuelle Elemente in den Hintergrund einzufügen. Mit der Hilfe von Computertechnik können so große Szenen mit unzähligen Menschen und auch fantastische Elemente – im Falle vom Game of Thrones beispielsweise Drachen – eingebaut werden.

Auf der anderen Seite werden aber auch reale Schauplätze verwendet, um der Serie ihren unverwechselbaren Charakter zu verleihen. So befinden sich zahlreiche Drehs vor allem in Malta und Island ebenso wie in Marokko und Nordirland.  Ein solcher Drehort ist zum Beispiel aber auch die kroatische Hafenstadt Dubrovnik. Die Stadt an der Adria wird vor allem dazu genutzt, Szenen in der sogenannten Festung Königsmund zu drehen. Die in das UNESCO-Weltkulturerbe aufgenommene Altstadt bietet eine malerische Kulisse, um mittelalterliche Filmteile zu drehen. Seitdem Dubrovnik aber ein Schauplatz der Serie ist, ist die Stadt zudem eine der größten Anlaufstellen für Fans und Serien-Begeisterte geworden.

 

Tourismus in gemäßigter Weise

Diejenigen Fans, die die Serie „Game of Thrones“ von Beginn an verfolgen und mittlerweile zu den größten Unterstützern gehören, lassen es sich nicht nehmen, die Drehorte zu besuchen. Dieses merken auch Dubrovnik und der dazugehörige Bürgermeister Mato Frankovic. Die steigenden Besucherzahlen sind mittlerweile nur noch schwer zu bewältigen und übersteigen die Kapazitäten der kleinen Hafenstadt. Allein im vergangenen Jahr legten fast 645 Kreuzfahrtschiffe an, um insgesamt etwa 730.000 Besucher in die Stadt zu entlassen. Nicht nur die authentischen kroatischen Übernachtungsmöglichkeiten wie Ferienwohnungen und Hotels werden knapp. Auch steht der Titel des UNESCO-Weltkulturerbes auf dem Spiel. Um diesen Titel und die damit verbundenen Subventionen zu halten, muss die tägliche Besucherzahl auf 8.000 begrenzt werden. Damit dieses Ziel erreicht werden kann, wurden im Jahr 2017 bereits 40 Kreuzfahrtdampfer abgewiesen. Ihnen wurde also das Anlegen verboten, damit der Tourismusboom kontrolliert und reguliert werden kann.

 

Bild: ivanbagic/Pixabay

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