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Pflege: Digitalisierung schafft Zeit für Menschlichkeit

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Die Entlastung von Pflegekräften steht derzeit ganz oben auf der Agenda des Bundesgesundheitsministeriums. Eine Lösung, die neben der Aufstockung von Arbeitskräften bislang leider nur am Rande Erwähnung findet, ist die Digitalisierung von Arbeitsprozessen im Pflegesektor.

Durch die Anschaffung von digitalen Hilfsmitteln wie spezieller Software zur Automatisierung von Arbeitsprozessen, aber auch Tablets, lassen sich die Overhead Costs, also die Fixkosten von Verwaltungsprozessen, deutlich reduzieren. Dies hat auch zum Vorteil, dass Pflegekräfte nicht mehr länger wertvolle Arbeitszeit mit der Pflege von Daten verbringen müssen, sondern dies mit wenigen Klicks erledigen können. Dadurch gewinnen sie Zeit, um sich um das Wesentliche zu kümmern – nämlich die Pflege der Patienten, welche häufig nur im Vorbeigehen die Aufmerksamkeit erhält, die ihr eigentlich zusteht, was langfristig nachteilig sowohl für Pfleger als auch für Patienten ist. Diese Erkenntnis teilt die Politik ausdrücklich, wie Bundesarbeitsminister Hubertus Heil im Frühjahr deutlich gemacht hat: „Bei guter Pflege dreht sich alles um Menschen. Gute Pflegekräfte sind mehr als bloße Versorger.“

Dies ist im Grunde genommen auch in anderen Branchen die Maxime der Digitalisierung: eine Reduzierung bzw. eine effizientere Verwendung der Fixkosten. Gerade in der Pflegebranche, in der bislang nur wenige Prozesse wirklich digital funktionieren und selbst die morgendliche Visite noch immer ganz klassisch mit dem Zettel im Klemmbrett abgehalten wird – anstatt mit dem iPad, bei dem die Daten in Echtzeit in das digitale Patientenmanagement übertragen werden – ist der digitale Wandel unausweichlich und notwendig. Bereits heute gibt es Anbieter wie BoS&S, die sich einer derartigen Erleichterung von Verwaltungsprozessen im Healthcare-Bereich verschrieben haben. Dabei können alle denkbaren Abläufe vereinfacht werden, die Pflegekräfte davon abhalten, unmittelbar Zeit mit dem Patienten zu verbringen – von Vertragsabläufen, die Erstellung und Verwaltung von Dienst- und Pflegeplänen bis hin zur Pflegedokumentation.

Dr. Michael Stephan

Für BoS&S-Geschäftsführer Dr. Michael Stephan besteht in der Digitalisierung und Automatisierung ein wesentlicher Bestandteil für eine verbesserte Pflegedienstleistung: „Die Digitalisierung im Gesundheitswesen ist bereits fortgeschritten, erfasst aber noch nicht durchgängig alle Prozesse – doch es tut sich derzeit einiges. Wir bei BoS&S verfolgen einen innovativen Ansatz, um den Pflegesektor erfolgreich zu unterstützen – egal, ob es sich um ambulante oder stationäre Einrichtungen handelt. Derzeit geht es daher primär darum, die Pflegeeinrichtungen und -kräfte im Hier und Jetzt zu unterstützen, sodass ihre Klienten sofort davon profitieren können.“

Auch im Pflegesektor selbst steht man derartigen Einschätzungen und Angeboten offen entgegen. Für Claudia Stiller-Wüsten, Leiterin der „Offensive Gesund Pflegen“ ist der weitreichende Einsatz digitaler Lösungen nur eine Frage der Zeit: „Im Fokus stehen hierbei immer die Perspektive der professionell Pflegenden und die Frage, wo und wie Digitalisierung und Vernetzung einen Beitrag dazu leisten können, den Arbeitsalltag zu erleichtern, ihn sicherer und selbstbestimmter zu machen.“

Letztendlich geht es bei der Digitalisierung der Pflege keineswegs darum, Pflegekräfte zu verdrängen oder den Fachkräftemangel dadurch zu lösen. Es geht darum, die Qualität der Pflegeleistung zu verbessern und den Pflegenden, die sich tagein tagaus nicht nur physischen, sondern psychischen Herausforderungen gegenüber sehen, eine erhebliche Erleichterung zu ermöglichen – und dies funktioniert in erster Linie über die Digitalisierung und Automatisierung von administrativen Prozessen.

 

 

Bilder: depositphotos/VitalikRadko, Stephan privat

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