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Erdogan provoziert erneut und kassiert dafür die Quittung

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Die Festnahme eines Mitarbeiters des US-Konsulats in Istanbul hat einen heftigen politischen Streit zwischen der Türkei und den USA ausgelöst. Deshalb haben beide Länder am Wochenende die gegenseitige Visavergabe ausgesetzt. An den türkischen Finanzmärkten hat das zu einem heftige Beben geführt. Die Börse und die türkische Lira stürzen kräftig ab. Gleichzeitig ziehen die Risikoaufschläge auf türkische Staatsanleihen deutlich an.

Gegenüber dem US-Dollar brach die türkische Lira in der Spitze um rund sieben Prozent ein. Und damit stärker als nach dem Putschversuch im vergangenen Jahr. Auch gegenüber dem Euro ging es kräftig abwärts. Allein seit Jahresbeginn hat die türkische Lira gegenüber dem Euro um fast 20 Prozent abgewertet. Damit könnte die türkische Regierung früher oder später gezwungen werden, die Zinsen anzuheben. Eine schwache Währung könnte auch die einheimische Wirtschaft in weitere Turbulenzen stürzen. Viele Unternehmen haben sich in Dollar oder Euro verschuldet. Durch die Aufwertung der beiden Währungen steigt die Schuldenlast. Außerdem sorgt eine schwächere Lira für eine steigende Inflation und einen Vertrauensverlust.

An der Börse fiel der türkische Leitindex BIST 100 am frühen Morgen um fünf Prozent. Gleichzeitig steigt die Wahrscheinlichkeit einer Staatspleite. Anleger sehen die Wahrscheinlichkeit bei mittlerweile 12 Prozent. Die Kosten für die Absicherung gegen einen Zahlungsausfall ziehen deutlich an.

 

Bild: depositphotos/palinchak, jamdesign

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