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Darum warnt der IWF vor Donald Trump

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Trumps Versprechen von Steuererleichterungen für Unternehmen, Abbau von Regulierungen und großangelegte Investitionsprogramme in Milliardenhöhe in die Infrastruktur wirkt wie Dünger auf das globale Feld der Ökonomie: sie wächst und wuchert. Seit seiner Wahl im letzten Herbst steigen die Aktien in ungeahnte Höhen. Was sich so positiv anhört, könnte die weltweite Wirtschaft in der näheren Zukunft aber enorm beeinträchtigen, warnen Experten des IWF.
Seit Trumps Amtsantritt hätten sich die Turbulenzen in der Weltwirtschaftslage beruhigt und der Kurs stehe dieses Jahr auf unerwartet üppigem Wachstum von 3,5 Prozent mit Aussicht auf 3,6 Prozent 2018. Zum Vergleich: 2016 legte die Weltwirtschaft nur 3,1 Prozent zu. Dies sei der gehobenen Stimmung der US-Wirtschaft zuzuschreiben, die vor allem aus den Trumpschen Konjunkturprogrammen resultiert. Diese Euphorie zieht auch die anderen Industrienationen mit nach oben.
Doch der IWF befürchtet, dass diese Staatlichen Investitionsprogramme den US-Markt überdüngen könnten. Sollten die Unternehmen mit ihrem Kapazitätsausbau in Personal und Produktion nicht nachkommen die durch das üppig sprudelnde Geld gewachsene Nachfrage zu befriedigen, wird das die Inflation enorm befeuern. Das wiederum wird die Federal Reserve Bank veranlassen, die Zinsen schneller als geplant anzuheben. Die Folge sind global teurere Kredite, die Investitionen ausbremsen und Konkurse verursachen könnten. Auch Staatsschulden und private Verschuldung steigen. Der dann teurere Dollarkurs treibt Schwellenländer weiter in die Schulden, besonders jene, deren Währung an die US-Währung gekoppelt ist.
Nachdem sich die USA und einige Industrienationen deutlich für eine Konzentration auf ihre nationalen Wirtschaftsinteressen und aggressive Ellenbogen-Außenpolitik ausgesprochen haben, die auch Handelskriege nicht ausschließt, steht laut IWF eine verhängnisvolle Entwicklungsspirale für die gesamte Weltwirtschaft zu befürchten.
Bilder: Hasenonkel, actionsports/depositphotos

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