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Darum sind Anleger enttäuscht vom neuen iPhone

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Es war ein Riesenspektakel in der neuen Konzernzentrale. Nach gefühlten Stunden in denen sich ausgewählte Journalisten jede Neuerung anschauen mussten, wurde endlich das Super-iPhone X vorgestellt. Mit Riesendisplay und Gesichtserkennung zur Entsperrung. Den fast einzigen Neuerungen. Zu Preisen, die für viele mittlerweile jenseits von Gut und Böse liegen.

Auch an den Börsen ist Ernüchterung eingekehrt. Bereits während des regulären US-Handels am Dienstag rutschte die Apple-Aktie an der Wallstreet ins Minus und verlor gegen Handelsende 0,4 % bei einem freundlichen Gesamtmarkt. In Asien wurden die Aktien der Apple-Zulieferer wie beispielsweise Taiwan Semiconducters oder Hon Hai Precision verkauft. Und in Frankfurt verliert die Apple-Aktie zur Mittagszeit mehr als zwei Prozent.

Damit ist die Luft erst einmal raus. Weil die Aktie in Erwartung des neuen iPhones in den letzten Monaten bereits kräftig gestiegen ist und jetzt Kasse gemacht wird. Wie so oft. Getreu dem Motto: Buy on Rumors and sell on Facts.

Und weil die Finanzwelt den ganzen Hype mit etwas Vorsicht genießt. Der Löwenanteil am Gesamtumsatz kommt vom iPhone. Apple ist weiterhin extrem abhängig vom Erfolg des Smartphones. Alle anderen Umsätze sind im Vergleich dazu verschwindend gering. Sollte das neue iPhone nicht wie eine Bombe einschlagen, hätte das enorme Auswirkungen auf die zukünftigen Bilanzen. Bei Verkaufspreisen oberhalb der Schallmauer von 1.000 Euro könnte die Luft langsam dünn werden. Irgendwann ist der Kunde nicht mehr bereits derart hohe Preise zu zahlen. Zumal der große Konkurrent Samsung auch Top-Geräte auf dem Markt hat.

 

Bild: Apple

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